Schweizer Uhrenindustrie im Dilemma
Zukunft Schweiz

- Autor:innen
- Dario Glasl
- Betreuung
- Sarah Guadagnino
- Station
- Informatiker EFZ Applikationsentwicklung, BBWNote 5.5
Abstract
«Schweizer Uhrenindustrie unter Druck» – «Schweizer Uhrenindustrie in tiefer und andauernder Krise» - «Wie sich die Schweizer Uhrenindustrie retten kann». Das sind die ersten drei Einträge bei Google wenn man nach «Schweizer Uhrenindustrie» sucht. Doch was hat es damit auf sich? Seit der Quarzkrise, welche in dieser Arbeit noch näher erläutert wird, ging es der Uhrenindustrie von Jahr zu Jahr besser. Löhne stiegen, Exporte vervielfachten sich, das Personal wurde wieder aufgestockt sowie innerhalb der Gewerkschaften Mindestlöhne eingeführt.
Ziel der Arbeit
Das Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, wie schlecht es der Uhrenindustrie wirklich geht und wie die Hersteller und Marken damit umgehen. Unter anderem aber auch wie sich der Smartwatch Trend entwickelt und welche Schwierigkeiten sich zusätzlich der Schweizer Uhrenindustrie entgegenstellt. In diesem Zusammenhang habe ich folgende zwei Thesen, unter dem vorgegebenen Oberthema «Zukunft Schweiz» aufgestellt: Die Schweizer Uhrenindustrie hält dem Druck des immer stärker werdenden Trends der Smartwatch stand (Technologie). Der Export Schweizer Uhren leidet unter dem starken Franken sowie der internationalen Konkurrenz (Wirtschaft).
Vorgehen
Meine Vorgehensweise habe ich so geplant, dass ich mit möglichst vielen verschiedenen Personen reden kann, welche die jetzige Lage der Urhenindustrie fachmännisch beurteilen können. Wobei das Thema «Interview» bei mir anfangs viel Zeit beanspruchte. Damit ich danach mit den Informationen aus Zeitungen, Online-Artikeln und den Interviews die Vertiefungsarbeit schreiben konnte.
Fazit
Die Analyse zeigt, dass Luxus-Mechanikuhren weiterhin begehrt sind, weil ihre Käufer Tradition und das Gütesiegel «Swiss Made» schätzen, während Smartwatches vor allem als sportliches Gadget dienen. Der stärkste Druck auf die Branche geht deshalb nicht von der Smartwatch aus, sondern vom Frankenschock und von Faktoren wie der Anti-Korruptionskampagne in China, die Margen und Exporte belasten. Einige Marken haben zwar eigene Smartwatch-Modelle lanciert, doch bleibt das Kerngeschäft eindeutig die mechanische Uhr. Insgesamt widersteht die Schweizer Uhrenindustrie dem Smartwatch-Trend, kämpft jedoch weiterhin mit Wechselkursschwankungen und globalen Risiken.